Internationales Festival der Straßenkünste

9. - 12. Juni 2022

  • Ohne Titel

    Bhima Griem

    Keine Angst - wallen in den Wahlanlagen

    in Kooperation mit dem Gerhard-Marcks-Haus

    Bhima Griem demokratisiert die zu militärischen Zwecken angelegten Wallanlagen mit seiner künstlerischen Intervention zu Wahlanlagen. Dass dieser Transfer mehr als nur Intention und Wortspiel ist, liegt vor allem daran, dass Griems „Kunst für alle und zwar für alle“ (Titel der Berliner Ausstellung Griems aus dem Jahre 2016) eine durch und durch basisdemokratische und hierarchiefreie Kunst ist. Darum werden seine Leinwände nicht aufwendig gerahmt gezeigt, sondern auf Gestellen, wie sie sonst für große Wahlplakate genutzt werden, kleinere Arbeiten werden schlicht und einfach an Bäumen oder Lampen aufgehängt, seine Skulpturen schließlich stehen lapidar verteilt auf dem Boden herum. Dadurch verweigert diese Kunst eine hehre Alleinstellung, stellt sich stattdessen bescheiden, aber selbstbewusst und so solidarisch wie kämpferisch in eine Reihe mit eben dem Gemeinwohl, dessen soziale Beförderung der vorrangige Zweck von Demokratie sein sollte. Nicht zuletzt daran ist gerade jetzt, im Wahl- und Beuysjahr 2021, zu erinnern!
    (Text: Raimar Stange)
    GemäldeInstallationenWallanlagen vor und hinter der KunsthalleVeröffentlicht am 26. Mai 2021 um 10:03 Uhr (Zuletzt Bearbeitet am 29. Mai 2021 um 18:18 Uhr)
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